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NEC warnt vor sinkender Nachfrage

28.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Elektronikhersteller und TK-Ausrüster NEC Corp. hat seinen Nettoprofit im dritten Geschäftsquartal 2004/5 (Ende: 31. Dezember) mit 39,4 Milliarden Yen (382,5 Millionen Dollar) im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Der Großteil des Profits stammt jedoch von Erlösen aus dem Börsengang des DRAM-Herstellers Elpida Memory, an dem NEC noch mit 25 Prozent beteiligt ist.

Der operative Gewinn ging dagegen um 39 Prozent auf 20,7 Milliarden Yen (rund 200 Millionen Dollar) zurück. Der Umsatz des größten japanischen Handy-Herstellers sank von 1,17 auf 1,11 Billionen Yen (10,8 Milliarden Dollar).

Die Hauptschuld für das schwache operative Ergebnis sehen die Japaner bei der Chip-Tochter NEC Electronics, deren Nettoprofit im Jahresvergleich um 94 Prozent eingebrochen ist. Die Sparte habe die Trends im Halbleitermarkt völlig falsch eingeschätzt, sagte NEC-Geschäftsführer Yasuo Matoi. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass die Chip-Nachfrage nicht vor Sommer wieder anzieht. Zuvor hatte NEC bereits zu Jahresbeginn mit einer Erholung gerechnet.

Wegen der Schwäche im Halbleitergeschäft schraubte NEC nun seine Prognose für das Gesamtjahr 2004/5 nach unten. So wurde die Erwartung für den operativen Gewinn um 15 Prozent auf 135 Milliarden Yen (rund 1,3 Milliarden Dollar) gesenkt. Gleichzeitig rechnet NEC nun nur noch mit 4,87 Billionen (zirka 47,1 Milliarden Dollar) anstelle der bislang erwarteten 4,90 Billionen Yen Umsatz. Beim Nettoergebnis stellen die Japaner hingegen unverändert ein Plus von 60 Milliarden Yen (rund 580 Millionen Dollar) in Aussicht. (mb)