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NEC Electronics gibt neue Gewinnwarnung aus

22.02.2007
Der japanische Chiphersteller NEC Electronics erwartet im Ende März endenden Geschäftsjahr noch höhere Verluste als bisher schon.

Die Halbleitersparte des Mischkonzerns NEC reagiert darauf mit einem Reformplan, im Rahmen dessen sie veralteten Wafer-Linien in Japan dicht macht und sich auf Chips für Autos und digitale Consumer-Gadgets fokussieren will. Dieser soll die Company bis zum im März 2010 endenden Geschäftsjahr wieder auf Kurs bringen.

Aufgrund geringerer Umsätze und höherer Kosten geht NEC Electronics für das laufende Fiskaljahr nun von einem Gruppen-Nettoverlust in Höhe von 45 Milliarden Yen (umgerechnet 372,3 Millionen Dollar) aus. Zuvor hatte es einen Fehlbetrag von 25 Milliarden Yen avisiert.

Bei den Einnahmen erwarten die Japaner nun von 690 Milliarden Yen (zuvor 695 Milliarden). Die Prognose für den operativen Verlust wurde von zuvor sieben auf nun 30 Milliarden Yen erhöht. Als Gründe nannte NEC Electronics unter anderem eine unerwartet schwache Nachfrage nach seinen Chips für LCD-Treiber, integrierte Schaltungen und PC-Peripherie.

"Wir haben eine Management-Krise", gestand President Toshio Nakajima. Trotz hoher Ausgaben für Forschung und Entwicklung mangele es dem Unternehmen an wettbewerbsfähigen Produkten für die globalen Märkte. Auch habe man die Produktion nicht schnell genug an die veränderten Bedingungen angepasst. "Wir haben nicht schnell genug auf den Preisverfall reagiert", so Nakajima weiter. (tc)