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NASA-Halsanhänger warnt vor Coronavirus

29.06.2020
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Die NASA hat ein Halsband gegen das Coronavirus entwickelt. So funktioniert das Pulse genannte Gadget.

Das Jet Propulsion Laboratory, das Forschungslabor der NASA, hat ein Halsband gegen das Coronavirus entwickelt. So funktioniert das Pulse genannte Gadget.

NASA-Halsanhänger warnt vor Coronavirus
NASA-Halsanhänger warnt vor Coronavirus
Foto: NASA/JPL-Caltech

Pulse soll die Ausbreitung des Sars-CoV-2-Virus verhindern. Und zwar dadurch, dass es den Träger oder die Trägerin davor warnt, sich mit den Händen in das Gesicht zu langen. Pulse ist also keine Mund-Nasen-Maske und auch keine Corona-Warn-App, sondern setzt bei einem anderen Problem an: Selbst wer sich vor Corona schützen will und deshalb eine Maske trägt und Abstand zu anderen Menschen hält, fasst sich trotzdem immer mal wieder unbewusst ins Gesicht und kann sich so mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren.

Pulse wird um den Hals getragen. Es registriert, wenn der Träger oder die Trägerin sich mit der Hand ins Gesicht langen will - ohne sich vorher die Hände gewaschen zu haben - und vibriert dann, um den Träger/die Trägerin davor zur warnen. Pulse nutzt also haptisches Feedback, um vor einer verhängnisvollen Berührung zu warnen, bevor man sich die Hände gewaschen hat. Ein Infrarotsensor erkennt die Annäherung und löst dann den Vibrationsalarm aus. Je näher die Hände dem um den Hals hängenden Sensor kommen, desto stärker ist der Alarm.

Sie können Pulse allerdings nicht kaufen, sondern müssen sich das kleine Gadget nach einer englischsprachigen Anleitung der NASA selbst zusammenbauen und die Komponenten teilweise auch selbst mit einem 3D-Drucker ausdrucken. Die vollständige Teileliste finden Sie hier. Die NASA ruft ausdrücklich dazu auf, das Konzept weiterzuentwickeln und das Gerät für die Verteilung leichter zugänglich zu machen. (PC-Welt)