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Mytoys CIO Heilmann verbessert Customer Experience

23.11.2017
Von 


Florian Maier beschäftigt sich mit diversen Themen rund um Technologie und Management.
Im Rahmen eines ambitionierten IT-Projekts konnte die Mytoys Group Time-to-Market und Kosten reduzieren und gleichzeitig die Customer Experience verbessern.

Unter der Ägide von Be­reichsleiter IT, Steffen Heilmann, setzte die My­toys Group eine Kombi- Shopping-Plattfom um, die ein besonderes Kunde­nerlebnis bieten will. Vor dem Projektstart im Jahr 2015 betrieb das Unterneh­men sechs verschiedene Online-Shops mit drei Marken - jeweils als Desk­top- und Mobile-Version. Diese verfügen immer noch einen eignen "Look and Feel" und ein eigenes Sortiment. Inzwi­schen werden die unter­schiedlichen Shops aber über die gleiche Plattform ausgespielt. Neue Features und Performance-Verbesserungen werden direkt für alle Kun­den nutzbar.

Steffen Heilmann gab mit seinem Projekt den Anstoß, die Organisation von Mytoys auf produktorientiertes Arbeiten umzustellen.
Steffen Heilmann gab mit seinem Projekt den Anstoß, die Organisation von Mytoys auf produktorientiertes Arbeiten umzustellen.
Foto: myToys Group

Doch das Rezept "Aus 6 mach 1" kommt nicht nur der Customer Experience zugute, sondern entlastet auch IT und Budget. Schließlich laufen alle Shops nun auf der glei­chen Codebasis - was nicht nur die Time-to-Market für neue Shops verkürzt und die Entwicklung zusätzlicher Einkaufstempel erleichtert, sondern auch den Aufwand der IT für sämtliche Aufgaben gering hält, weil alle Shops gleichzeitig mit neuen Features versorgt werden können. Durch Frameworks sorgte Heilmann dafür, dass Desktop- und Mobile-Versionen der Online-Shops vom gleichen System ausgespielt werden können.

Schneller Erfolg

Dass sich diese Maßnahmen für die Mytoys Group aus­zahlen, konnte die IT-Abteilung bereits unter Beweis stel­len: Innerhalb von zwei Monaten setzten die Entwickler den komplett neuen, zusätzlichen Shop Yomonda um - in­klusive Logistikanbindung. Heilmann nutzte das Projekt Shopping-Plattform auch als Gelegenheit, um den Über­gang von einer projektbasierten zu einer produktbasierten Organisation zu initiieren.

Ersteres hatte zur Folge, dass für jedes Projekt neue Teams zusammengestellt werden mussten, die wiederum Zeit zur "Findung" benötigten, bevor überhaupt an Produktivität zu denken war. Das gleichzeitige Arbeiten an verschiedenen Projekten und den damit verbundenen Projektkonflikten gehören inzwi­schen der Vergangenheit an.

Durch die Umstellung, so der Bereichsleiter IT, gebe es nun stabile Teams, die für Produkte verantwortlich sind und zu denen auch Vertreter der Fachseite gehören. Das habe bewirkt, dass sich die Projektteams bereits in der Entwicklungsphase über Betriebsthemen Gedanken ma­chen. Das Ergebnis: stabilerer Betrieb, weniger Ausfälle, Entlastung der IT und das Wichtigste: zufriedene Kunden.