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Muss Kirch die D-Box einstampfen?

12.03.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sollte ein neuer EU-Richtlinienentwurf für Digital-TV-Receiver in nationales Recht umgewandelt werden, könnte die "D-Box" des Kirch-Konzerns vom Markt verschwinden. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, müssen die Decoder, die ab Januar 2002 in der Europäischen Union verkauft werden, eine Schnittstelle für unterschiedliche Entschlüsselungssysteme besitzen. Dies verlangt ein Entwurf, den das Europäische Parlament in erster Lesung angenommen hat. Der Premiere-World-Decoder des deutschen Medienunternehmens verwendet die Verschlüsselungstechnologie "Betacrypt" und blockiert andere Kodiersysteme.

Allerdings ist der Kirch-Receiver hardwareseitig bereits für zwei Schlüsselkarten ausgelegt, nur die D-Box-Software spricht diese zurzeit noch nicht an. Durch ein entsprechendes Update könnte der Anbieter die EU-Forderungen also jederzeit erfüllen.