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Musikpiraten bleiben unerkannt

12.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Dachverband der US-Plattenindustrie (RIAA) musste eine herbe Niederlage einstecken. Wie das "Wall Street Journal" berichtete, lehnte ein Gericht die Klage des Verbandes ab. RIAA hatte zwei Universitäten in Massachusetts aufgefordert, die Namen der Studenten zu nennen, die über den Netzzugang der Universität Musikstücke getauscht hatten.

Sowohl das Massachusetts Institute of Technology (MIT) als auch das Boston College weigerten sich, die Rolle einer Art Internet-Polizei zu übernehmen. Der Verband soll mehr als 1000 gerichtliche Vorladungen an unterschiedliche Internet-Anbieter in den USA verschickt haben. Die New York Times berichtete, dass bereits mehr als 100 Internet-Provider einen offenen Brief an die RIAA verfasst hätten und sich gegen die Bespitzelung ihrer User verwahrten. (iw)