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Mozilla gründet einen profitorientierten Ableger

03.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Mozilla Foundation gab die Gründung einer eigenen Firma bekannt. Deren Aufgabe soll in der Formung und Vermarktung von Produkten aus den Open-Source-Projekten sein. Im Vordergrund stehen dabei der Web-Browser Firefox und der Mail-Client Thunderbird. Aufgrund des steigenden Interesses an dieser Software hatte die Foundation in den letzten Monaten die Zahl ihrer Mitarbeiter auf 40 erhöht. Die meisten von ihnen sollen nun in das neu gegründete Unternehmen wechseln.

Das Geschäftsmodell der neuen kommerziellen Einheit entspricht einem gängigen Muster in der Open-Source-Welt. Sie möchte professionellen Anwendern kostenpflichtigen Service und Support anbieten. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen wie MySQL, Sleepycat oder Trolltech will das Mozilla-Projekt die kommerzielle Nutzung jedoch nicht unter eine separate Lizenz stellen, sondern die Software auch weiterhin nur als Open-Source vertreiben. Insgesamt liegt die Gründung eines gewinnorientierten Mozilla-Ablegers ganz im Trend zur Kommerzialisierung freier Software. (ws)