Common Voice Project

Mozilla Foundation entwickelt unabhängige Spracherkennung

Arne Arnold arbeitet seit über 15 Jahren bei der PC-WELT als Redakteur in den Bereichen Software und Internet. Sein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Sicherheit für Endanwender bei PC und Mobil-Geräten.
Mit jeder Nutzung von Sprachassistenten wie Alexa & Co. liefert man dem hinter dem jeweiligen Projekt stehenden Konzern ein persönliches Stimmprofil. Die Mozilla Foundation möchte dies ändern und entwickelt deshalb selbst eine Spracherkennung.

Digitale Sprachassistenten wie Apples Siri, Okay Google von Alphabet oder Alexa von Amazon gehören alle zu Großkonzernen. Wer die Assistenten im Einsatz hat, der liefert diesen Konzernen seine Stimme, denn die erforderliche Stimmerkennung funktioniert nicht auf den Geräten bei Ihnen zu Hause, sondern auf den Servern der Firmen. Mit jeder neuen Benutzung von Alexa & Co. bekommt ein internationaler Konzern dadurch also ein noch genaueres Stimmprofil von Ihnen.

Mozilla Foundation entwickelt unabhängige Spracherkennung
Mozilla Foundation entwickelt unabhängige Spracherkennung
Foto: Mozilla Foundation

Die Mozilla Foundation und damit gleichzeitig die Macher des Open-Source-Browsers Firefox möchten dies ändern und selber eine Spracherkennung entwickeln. Damit das funktioniert, sammelt Mozilla derzeit Stimmproben von englischsprachigen Sprechern. Wer will, kann unter https://voice.mozilla.org Sätze vorlesen und eine Stimmerkennung trainieren, die als Open-Source-System angelegt ist. Wer nicht selber sprechen will, der kann unter „listen“ vorhandene Stimmproben auf Korrektheit überprüfen. Warum man dies tun sollte? Damit es künftig zumindest einen Sprachassistenten gibt, der einer gemeinnützigen Stiftung (NGO) gehört und nicht einem Konzern. (PC-Welt)