Multiprozessor-Rechner soll Ende 1993 fertig sein

Motorola und IBM arbeiten an Parallelrechner fuer US-Militaer mit

30.04.1993

Motorola steuert zur Neuentwicklung die Prozessoren des Typs "88110" bei, IBM kuemmert sich um den Aufbau einer Multiprozessor- Konstruktion mit jeweils vier CPUs auf einer Steckkarte.

Das CHPC wurde im November 1991 vom Worcester Polytechnic Institute gegruendet und hat die Aufgabe, die Technik fuer Hochleistungsrechner zu erforschen und industriell nutzbar zu machen. Es entwickelt unter anderem fuer die "Defense Advanced Research Projekt Agency" (Darpa) die massiv-parallelen Echtzeitsysteme "Lynx". Die neuen CPU-Module sollen in den Lynx- Rechnern eingesetzt werden, gleichzeitig seien sie aber auch fuer kommerzielle Systeme nutzbar.

Nach dem Anfang April geschlossenen Abkommen haben alle drei Vertragsparteien das Recht, die Modultechnik auch fuer eigene Zwecke zu nutzen. Der Brancheninformationsdienst "vwd" meldet weiter, dass einige Lynx-Systeme im vierten Quartal 1993 an die Darpa geliefert werden sollen.

Laut CHPC wird die Entwicklung der Vier-Prozessor-Modelle mit den Abteilungen "Militaerische Produkte" und "Halbleiter- Bauteile" von Motorola und "Technische Elemente" von IBM betrieben.