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Motorola schließt Handy-Fabrik

16.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Motorola will 2500 Mitarbeiter in der Handy-Fertigung im amerikanischen Harvard (Illinois) entlassen und die Niederlassung Ende Juni schließen. Rund 2500 weitere Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt; ihre Hauptaufgaben werden in Zukunft aus Kundenbetreuung und Vertrieb bestehen. Die Bereiche Entwicklung und Marketing sollen ebenfalls in Harvard angesiedelt bleiben.

Gründe für die Schließung der Handy-Produktionsabteilung seien ein Überangebot am Markt und die zurückgehende Nachfrage (Computerwoche.de berichtete). Das Unternehmen will damit eigenen Angaben zufolge "Überkapazitäten abbauen, seine wirtschaftliche Situation verbessern und sich auf Stärken konzentrieren". Die Handy-Herstellung soll nun im Wesentlichen außer Haus oder an Standorten mit niedrigeren Nebenkosten erfolgen.

Motorola wurde bei den Marktanteilen im Bereich Mobiltelefone bereits 1999 von Nokia überholt. So weist das Unternehmen derzeit einen Anteil von mageren 13 Prozent auf - dicht gefolgt von Ericsson. Nokia dagegen liegt mit 30 Prozent unangefochten auf Platz eins. Insidern zufolge kämpft Motorola beständig mit dem Problem, wie es bei der Einführung von Mobilfunktelefonen mit neuester Technologie mit der Konkurrenz Schritt halten kann.