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Motorola: Iridium ist noch zu retten

04.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Motorola, mit 18 Prozent größter Teilhaber an Iridium, hat in den vergangenen zwei Wochen intensive und "ausgesprochen konstruktive" Gespräche mit dem angeschlagenen Satelliten-Mobilfunkanbieter über mögliche Auswege aus dessen Dilemma (zuwenig Kunden bei horrenden Anschubkosten) geführt. Der Halbleiterriese hat die Hoffnung auf eine Rettung von Iridium offensichtlich noch nicht völlig aufgegeben und ist auch bereit, zusätzliche Investitionen vorzunehmen. Allerdings nur unter einer Bedingung: "Wir stocken auf, wenn die anderen mitziehen", erklärte COO (Chief Operating Officer) Robert Growney. Erst Mitte Juli hatte Motorola die Zukunft von Iridium in Frage gestellt und drei Möglichkeiten aufgezeigt - eine massive Restrukturierung, Gläubigerschutz nach Paragraph elf des US-Konkursrechts oder Liquidation. Zum

damaligen Zeitpunkt hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits 2,2 Milliarden Dollar in Iridium gesteckt.