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Motorola gibt Details zum Börsengang der Chipsparte bekannt

22.06.2004

Motorola hofft, mit dem IPO (Initial Public Offering) der Halbleitersparte Freescale Semiconductor am New York Stock Exchange (Nyse) bis zu 2,5 Milliarden hohe Einnahmen zu erzielen. Wie das Unternehmen aus Schaumburg, Ilinois, bekannt gab, will es 121,6 Millionen Class-A-Aktien (mit eingeschränktem Stimmrecht) von Freescale zum Preis von je 17,50 bis 19,50 Dollar ausgeben. Bei Überzeichnung des Angebots haben die Konsortialbanken die Option, weitere 18,24 Millionen Aktien (Greenshoe) zu erwerben. Insgesamt verkauft Motorola bei dem Spinoff rund 30 Prozent der Freescale-Aktien, hält jedoch weiterhin 92 Prozent aller stimmberechtigten Anteile an dem Unternehmen. Ein IPO-Termin steht noch nicht fest.

Gleichzeitig mit dem Börsengang plant Freescale die Ausgabe von Schuldentiteln in Höhe von 1,25 Milliarden Dollar. Der Mutterkonzern Motorola erhält von dem Emissionserlösen aus Aktien und Anleihen rund 1,5 Milliarden Dollar. Zirka 750 Millionen Dollar legt Freescale in Form von Bargeld und kurzfristigen Vermögenswerten zurück, der Rest der IPO-Einnahmen wird zu Unternehmenszwecken verwendet.

Freescale hat seinen Sitz in Austin, Texas, und besitzt Niederlassungen in über 25 Ländern weltweit. Im vergangenen Jahr setzte die Sparte mit rund 22.000 Mitarbeitern 4,9 Milliarden Dollar um. Hatte die Geschäftseinheit in den vergangenen drei Jahren insgesamt 4,4 Milliarden Dollar Verlust erwirtschaftet, erzielte sie im ersten Quartal 2004 einen Gewinn von 106 Millionen Dollar. Nach dem Spinoff wird sich Freescale auf Design und Produktion von Chips fokussieren. Motorola wird sich dann primär auf Produkte und Services für den Mobilfunk- und Netzmarkt konzentrieren. (mb)