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Morpheus jetzt auf Open-Source-Basis

04.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für den populären Dateitauschdienst Morpheus ist seit dem Wochenende eine neue "Preview Edition" verfügbar. Die Version 1.3.3.1 der Peer-to-Peer-Software (P2P) basiert auf der Open-Source-Technologie Gnutella, im Gegensatz zum Vorgänger, der über das Protokoll der Tauschbörsen Kazaa und Grokster lief.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Morpheus-Chef Steve Griffin angekündigt, auf die quelloffene Alternative umzusteigen, nachdem Kazaa- und Grokster-Betreiber Fasttrack bei einem Release-Wechsel seiner Programme das Protokoll geändert hatte, ohne seinen Lizenznehmer zu informieren (Computerwoche online berichtete)

Der Protokollwechsel war jedoch nicht der einzige Grund für die Zugangsprobleme, die vergangene Woche bei Morpheus aufgetreten sind, so Griffin. Die Server des P2P-Dienstes wurden demnach durch massive DoS-Attacken (Denial of Service) in die Knie gezwungen. Zudem haben einige Morpheus-Benutzer berichtet, dass ihre Rechner ebenfalls angegriffen wurden. Angeblich sollen auf einzelnen Rechner durch eingeschleuste Schadprogramme die Einstellungen in der Windows-Registrierdatenbank so verändert worden sein, dass sich die Morpheus-Clients selbständig deaktivierten. Laut Griffin war es deshalb notwendig, scheller als geplant auf das quelloffene Gnutella-Protokoll umzusteigen. (lex)