TK-Kosten im Unternehmen reduzieren

Mobility muss nicht teuer sein

19.02.2008
Mit intelligenter Technik und individuellen Nutzerprofilen können Firmen ihre Mitarbeiter preisgünstig mobilisieren.

Viele Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Mobiltelefonen ausstatten, um ihre Produktivität zu erhöhen und so mehr Umsatz und Profit zu realisieren, erreichen damit eher das Gegenteil. Oft sind typische Fehler daran schuld, etwa, dass das für die Blackberries gebuchte Datenvolumen nicht mit der tatsächlichen Nutzung, insbesondere im Ausland, korrespondiert. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die anfallenden Kosten in den Griff bekommen.

Oftmals genügt bereits ein Dect- oder WLAN-Telefon um unterwegs - auf dem Firmengelände erreichbar zu sein.
Oftmals genügt bereits ein Dect- oder WLAN-Telefon um unterwegs - auf dem Firmengelände erreichbar zu sein.
Foto: Siemens

Ein wichtiger Schritt ist das Entwickeln einer klaren Mobility-Strategie. Dazu muss das Unternehmen zunächst von Fall zu Fall entscheiden, welche Mitarbeiter ein Mobiltelefon benötigen und welche nicht. So seien Angestellte im Außendienst direkt umsatzwirksam, erklärt Avaya-Manager Hansjürgen Jobst. Auch auf dem Firmengelände oder Campus könne es durchaus sinnvoll sein, wenn das Betriebspersonal unterwegs benachrichtigt werden kann. Dafür reicht aber oftmals Dect-Technik, eventuell auch WLAN. Trotzdem könne es sich empfehlen, mit Dect zusätzlich eine zweite drahtlose Infrastruktur auszurollen, da die WLAN-Ausleuchtung oft nicht das gesamte Gebäude erfasst, so Jobst. Außerdem erfordert die WLAN-Telefonie einen größeren Aufwand, etwa was die Übergabe des Gesprächs zwischen einzelnen Access Points betrifft, sowie eine höhere Dichte an Wireless-Hotspots.

Ist eine entsprechend großzügig dimensionierte WLAN-Infrastruktur vorhanden, können Firmen mit Dual-Mode-Handys, die sowohl GSM- wie auch VoWLAN-Anrufe unterstützen, bares Geld sparen. So nutzen insbesondere Außendienstler häufig auch innerhalb des Firmengeländes ihr Mobiltelefon, da sie dort sämtliche Nummern und viele sonstige Informationen gespeichert haben.

Telefonie

Der Anschaffungspreis für ein Smartphone ist nur die Spitze des Kosten-Eisberges - das Gros machen Support, Verwaltung und nicht zuletzt Absicherung aus.
Der Anschaffungspreis für ein Smartphone ist nur die Spitze des Kosten-Eisberges - das Gros machen Support, Verwaltung und nicht zuletzt Absicherung aus.
Foto: Nokia

Aber selbst Mitarbeiter im Außeneinsatz benötigen nicht unbedingt ein teures Smartphone – sie erhalten ja auch keinen Porsche gestellt, nur weil sie ein Fahrzeug brauchen. Auswahlkriterium ist das jeweilige Nutzerprofil, je nachdem, ob es auf die telefonische Erreichbarkeit, den mobilen Zugriff auf E-Mails oder sogar auf Daten und Anwendungen ankommt. Geht es um die reine Telefoniefunktion, genügt schon ein einfaches Handy. Dieser Schritt schont die Firmenkasse bereits bei der Anschaffung um mehrere hundert Euro je Gerät. Das wahre Einsparungspotenzial liegt jedoch in Support, Verwaltung und nicht zuletzt Absicherung. So berichtet der Münchner Anbieter für Mobile-Device-Management- und -Security-Lösungen Ubitexx in einer aktuellen Studie, dass Supporttechniker - sofern sie noch manuell arbeiten - allein für die Wartung eines einzigen Smartphones 1,5 Stunden im Monat aufbringen.

CW-Serie TK-Kosten

Trotz sinkender TK-Gebühren galoppieren vielen Unternehmen ihre Kommunikationskosten davon. Die COMPUTERWOCHE zeigt in einer sechsteiligen Serie, wie Sie erkennen können, ob Sie für Ihre Unternehmenskommunikation zu viel bezahlen, und was Sie dagegen tun können.

Teil 1: Sparpotenzial TK-Kosten;

Teil 2: Kostenfallen entdecken;

Teil 3: Mobilfunkkosten senken;

Teil 4: Managed TK-Services;

Teil 5: Netz-Outsourcing;

Teil 6: Mobility – ein teures Vergnügen?

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