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Mobilfunkhersteller einigen sich über WCDMA-Lizenzen

07.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Inhaber des Patents für die Datenübertragungstechnik WCDMA (Wideband Code Division Multiple Access), die im Mobilfunk der dritten Generation (3G) zum Einsatz kommt, haben sich über die Höhe der Lizenzgebühren geeinigt. Britischen Berichten zufolge wollen Nokia, Ericsson, Siemens und NTT DoCoMo von Herstellern UMTS-fähiger Handys fünf Prozent der Verkaufserlöse WCDMA-kompatibler Geräte - deutlich weniger als die ursprünglich von Analysten prophezeiten 25 Prozent. Die Entscheidung fiel wohl mit Blick auf den Konkurrenten Qualcomm, der die Rechte an dem US-Konkurrenzstandard CDMA hält und für diesen Lizenzgebühren von rund drei bis

fünf Prozent der Geräteumsätze in Aussicht gestellt hat.

Beim Streit um die unterschiedlichen Standards geht es vor allem um den chinesischen Markt, der mit rund 188 Millionen potenziellen 3G-Kunden der weltweit größte ist. Zur Zeit ist allerdings noch fraglich, ob die Chinesen einen der beiden Standards lizenzieren oder die Siemens-Entwicklung "TD-SCDMA" verwenden werden. (lex)