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Mobilfunk - Gesundheitsrisiko oder nicht?

13.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das in Berlin ansässige Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZM) hat sich dafür ausgesprochen, die Diskussion um die elektromagnetischen Felder von Mobilfunkanlagen zu versachlichen. Es lägen weltweit über 3000 Studien zum Thema vor, erklärt IZM-Geschäftsführer Immo von Fallois: "Nicht eine davon hat eine Gefährdung der Gesundheit nachweisen können." Die hierzulande geltenden Grenzwerte entsprächen internationalen Maßstäben, so der IZM-Mann weiter. Sie seien erst kürzlich vom Bundesamt für den Strahlenschutz überprüft worden und böten darüber hinaus "ausreichende Sicherheitsmargen." Statt die Bevölkerung zu verunsichern, sei Aufklärung das Gebot der Stunde, erklärt Fallois.

Einen Haken hat die Sache jedoch: Hinter dem laut Pressemitteilung noch in Gründung befindlichen IZM stecken die deutschen Mobilfunk-Carrier (namentlich T-Mobil, Mannesmann Mobilfunk, E-Plus, Mobilcom sowie Group 3G und der Bündelfunkbetreiber Dolphin). Das erinnert uns fatal an den guten alten Witz des ostfriesischen Blödelbarden Otto, demzufolge die Wissenschaft festgestellt hat, dass Rauchen doch nicht gesundheitsschädlich ist - gezeichnet Doktor Marlboro.