Vodafone Pass

Mobilfunk-Flatrate für Lieblings-Apps

27.09.2017
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Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Mit dem Vodafone Pass können Sie beliebte Apps wie Netflix, Amazon Prime Video, Facebook, Whatsapp, Instagram oder Twitter ohne Begrenzung des Datenvolumens nutzen. Es gibt aber einiges zu beachten.

Vodafone bietet mit dem Vodafone Pass ab dem 26. Oktober 2017 eine Ergänzung für seine Mobilfunktarife Red und Young an. Mit dem Vodafone Pass können Sie ausgewählte Internetdienste ohne Begrenzung des Datenvolumens nutzen und ohne dass deren Datenvolumen auf das monatliche Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags angerechnet wird (das wird als "Zero Rating" bezeichnet). Nachteil: Eventuell zusätzliche Kosten und einige Einschränkungen.

Vodafone Pass: Mobilfunk-Flatrate für Lieblings-Apps
Vodafone Pass: Mobilfunk-Flatrate für Lieblings-Apps
Foto: Vodafone

Für die ab 26. Oktober 2017 verfügbaren, neuen Vodafone Red und Young Smartphone-Tarifen gibt es den Vodafone-Pass in vier verschiedenen Varianten: Video-Pass, Music-Pass, Social-Pass und Chat-Pass. In den jeweiligen Pässen bündelt Vodafone bekannte Apps. Das Datenvolumen, das die in dem jeweiligen Pass zusammengefassten Apps verursachen, wird nicht auf das monatliche Freivolumen des Mobilfunkvertrags angerechnet.

Zwischen diesen vier Pass-Varianten können Sie ab Januar 2018 von Monat zu Monat wechseln, falls sich Ihr Nutzungsverhalten ändert.

Zum Start sind folgende Apps in den Pässen enthalten

Chat-Pass: Facebook Messenger, Telegram, Threema, Viber, Vodafone Message+, WhatsApp

Social-Pass: Facebook, Instagram, Pinterest, Twitter

Music-Pass: Amazon Music Unlimited/Prime Music, Deezer, I Love Radio, Napster, Soundcloud, Tidal

Video-Pass: Amazon Prime Video, Netflix, Sky Go, Sky Ticket, Vevo, Vodafone GigaTV

Verfügbarkeit und Preise

Die neuen Red-Tarife inklusive Vodafone Pass beginnen bei einem monatlichen Basispreis von 34,99 Euro; die Young-Tarife für Kunden bis zum Alter von 27 Jahren starten ab 22,99 Euro. Ein Pass aus Music-, der Social- oder Chat-Pass ist bei Neuabschluss oder Vertragsverlängerung eines jeden Red- und Young-Tarifs über die gesamte Vertragslaufzeit kostenlos enthalten. Ab dem Tarif Red/Young M kann auch der Video-Pass für diese kostenlose Option gewählt werden.

Vodafone Pass mit den Young-Tarifen.
Vodafone Pass mit den Young-Tarifen.
Foto: Vodafone

Zusätzlich zu dem einen bereits gratis enthaltenen Pass kann der Kunde weitere Pässe aus den Bereichen Music, Chat oder Social zu jeweils fünf Euro pro Monat hinzubuchen; der Video-Pass kostet dagegen monatlich zehn Euro extra.

Vodafone Pass mit den Red-Tarifen.
Vodafone Pass mit den Red-Tarifen.
Foto: Vodafone

Kunden mit Vodafone-Pass können alle enthaltenen Apps ab Vermarktungsstart in MeinVodafone oder auf der Vodafone-Internetseite einsehen. Kunden, die für ihre Familien oder Lebenspartner weitere Red+ Zusatzkarten verwenden, können auch zu jeder Red+ Data oder Red+ Allnet Karte einen eigenen Vodafone Pass hinzubuchen.

Soweit die guten Nachrichten.

Einschränkungen

Falls Sie das monatliche Datenvolumen Ihres Mobilfunkvertrags aufbrauchen und deshalb die Übertragungsgeschwindigkeit für den Rest des Monats gedrosselt wird, so wird auch die Übertragungsgeschwindigkeit Ihres Passes gedrosselt! Netflix und andere Streamingdienste können Sie dann für den Rest des Monats aufgrund der unzureichenden Bandbreite vergessen.

Einige Dienste verteilen sich auf unterschiedliche Pässe. So gehört zwar die Nutzung von Facebook zum Social-Pass, der Facebook-Messenger gehört jedoch zum Chat-Pass. In der Praxis muss der Nutzer also aufpassen, wenn er Facebook nutzt und zwischendurch über Facebook – also über den Messenger – auch chattet.

Der Vodafone Pass gilt zudem nur in Deutschland. In den anderen EU-Staaten oder gar außerhalb der EU können Sie diese Flatrate also nicht verwenden!

Alternative

Die Deutsche Telekom bietet mit StreamOn bereits seit April ein vergleichbares Angebot.

Verstoß gegen Netzneutralität?

Dieses Angebot verstößt nach Meinung von Netzaktivisten gegen das Gebot der Netzneutralität. Denn bestimmte Internetdienste würden bevorzugt behandelt, kleinere Anbieter könnten langfristig benachteiligt werden. Die Bundesnetzagentur prüft deswegen bereits das Telekom-Angebot StreamOn. (PC-Welt)