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Mobile Datendienste für US-Firmen kaum interessant

17.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Große US-Unternehmen investieren derzeit relativ geringe Summen in mobile Datenzugangsdienste für ihre Angestellten. Rund 60 Prozent der Firmen mit über 1000 Mitarbeitern geben weniger als 250.000 Dollar für Wireless-Technologie aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschungsunternehmens Jupiter Media Metrix, das rund 60 Companies in den USA befragte. 61 Prozent der Unternehmen gaben an, auch im Jahr 2004 weniger als eine Million Dollar in Wireless-Equipment investieren zu wollen; 22 Prozent rechnen selbst dann mit einer Summe unter 250.000 Dollar. Als Hemmschuh für weitere Investitionen nannten die Befragten hohe Kosten sowie begrenzte Kapazitäten der Kommunikationsnetze.

Der erwartete Boom bei den mobilen Zugangsdiensten für Firmenangestellte soll laut Jupiter Media Metrix daher ausbleiben. Es werde keine Revolution geben. "Langfristig wird die Wirkung gewaltig, kurzfristig vernachlässigbar sein", so ein Analyst. Die zögerlichen Firmeninvestitionen werden den Verfassern der Studie zufolge auch die Handheld-Hersteller wie Palm, Handspring und Research in Motion sowie die Betriebssystemanbieter wie das Symbian-Konsortium und Microsoft treffen. Die populärsten Wireless-Anwendungen in Unternehmen werden "Klassiker" wie der mobile Zugang zu E-Mail oder elektronische Kalender sein, prophezeien die Auguren.