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Mobilcom-Chef verhandlungsbereit?

18.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mobilcom-Chef Gerhard Schmid ist firmennahen Quellen zufolge von seinen Forderungen an France Télécom nun doch etwas abgerückt. Bislang hatte das (noch) amtierende Firmenoberhaupt des Büdelsdorfer TK-Carriers - als Gegenleistung für seinen Rücktritt - 22 Euro pro Aktie für seinen rund 40-prozentigen Anteil an Mobilcom verlangt. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" soll sich Schmid bereits vor zwei Wochen bei inoffiziellen Gesprächen mit den Franzosen bereit erklärt haben, eventuell auch ein niedrigeres Angebot in Betracht zu ziehen. Insidern zufolge ist der französische TK-Konzern, der einen Anteil von 28,5 Prozent an Mobilcom hält, bereit, zwischen 17 und 18 Euro pro Aktie zu zahlen. Derzeit gebe es jedoch noch kein konkretes Angebot, hieß es. Medienberichten zufolge steht France

Télécom nach wie vor in Verhandlungen mit den Gläubigerbanken von Mobilcom, bei denen es um die Umschuldung eines Kredits in Höhe von 4,7 Milliarden Euro geht (Computerwoche online berichtete).

Analysten halten es inzwischen für unwahrscheinlich, dass Schmid die ursprünglich anvisierten 22 Euro pro Mobilcom-Anteil durchsetzen kann. 15 Euro pro Aktie seien derzeit das Äußerste der Gefühle. (kf)