Freiwilliger Gehaltsverzicht

Mitarbeiter legen mehr Wert auf gute Führung und die richtigen Technologien

29.11.2023
Anzeige  Hybride Arbeitsmodelle sind die neue Normalität. Die meisten Arbeitnehmer bevorzugen flexible Arbeitsmodelle, sofern die Technologie funktioniert und sie reibungslos arbeiten können. Doch beeinflussen eine Reihe weiterer Faktoren die Zufriedenheit mit dem Job.
Für 64 Prozent der deutschen Arbeitnehmer ist es wichtig, für eine Firma zu arbeiten, die Technologien und Tools basierend auf ihren Bedürfnissen bereitstellt.
Für 64 Prozent der deutschen Arbeitnehmer ist es wichtig, für eine Firma zu arbeiten, die Technologien und Tools basierend auf ihren Bedürfnissen bereitstellt.
Foto: HP

Diese Statistik sollte Unternehmen zu denken geben: Nur 21 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland haben ein gutes Verhältnis zu ihrer Arbeit. Dies ist das Resultat des HP Work Relationship Index. Die Studie hat untersucht, wie zufrieden Mitarbeiter mit ihrer Arbeit sind. Hierfür wurde Arbeitnehmer in zwölf Ländern befragt - darunter auch Deutschland.

Insgesamt identifizierte HP sechs verschiedene Faktoren, die die Beziehung zur Arbeit maßgeblich beeinflussen. Dazu gehören Führung, Fokus auf die Mitarbeiter, deren Fähigkeiten und Verwirklichung im Job, auch der Arbeitsplatz bzw. dessen Ausstattung und die eingesetzten Tools. Die unterschiedlichen Aspekte sind eng miteinander verzahnt.

Eines der überraschendsten Ergebnisse: 52 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland sind bereit, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten, wenn Veränderungen stattfinden würden. Dabei sind alle Generationen - inklusive 18 Prozent Gen Z und 9 Prozent Baby Boomer - dazu bereit, auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie örtlich und zeitlich flexibel arbeiten dürfen.

Führungsstil beeinflusst Arbeitszufriedenheit

Auch der Führungsstil von Vorgesetzten beeinflusst die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrer Arbeit: 62 Prozent gaben an, dass Menschen ermutigt werden sollten, ihre Emotionen am Arbeitsplatz zu kommunizieren. So sollten Führungskräfte Fehler zugeben (73 Prozent der weltweit Befragten), ihre Stärken und Schwächen offen kommunizieren (73 Prozent) und transparent mit schwierigen Themen umgehen (68 Prozent weltweit). Das schafft Vertrauen bei ihren Mitarbeitern und letztere sind gewillt, die "Extra-Meile" zu gehen.

Physische und psychische Gesundheit im Vordergrund

Besonders wichtig ist in den letzten Jahren die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter geworden. Eine Mehrheit der deutschen Befragten sagt, dass diese in den letzten zwei bis drei Jahren gelitten hat - bei 62 Prozent ist es die physische Gesundheit, bei 57 Prozent die psychische. Dabei wirkt sich eine ungesunde Arbeitsbeziehung nicht nur auch die Gesundheit aus: Die Mitarbeiter sind weniger produktiv (34 Prozent der Befragten weltweit) und tun nur das Nötigste (33 Prozent weltweit), um ihre Aufgaben zu erledigen - ein Trend, der als "Quiet Quitting" bekannt geworden ist.

Foto: HP

Technologie als entscheidendes Kriterium

Ein weiterer Punkt, der die Beziehung der Büroangestellten zu ihrer Arbeit negativ beeinflusst, ist Technologie. Nur 21 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind der Meinung, dass sie über die notwendigen Tools verfügen, um in ihrem Job erfolgreich zu sein. Auch beim Thema hybride Arbeitsmodelle sind die Befragten sehr skeptisch: Nur 20 Prozent gaben an, dass ihr Unternehmen die richtigen Technologien einsetzt. Dabei ist es 64 Prozent der Deutschen wichtig, für eine Firma zu arbeiten, die Technologien und Tools basierend auf ihren Bedürfnissen bereitstellt. Hier klafft also eine deutliche Lücke, die geschlossen werden muss.

Großes Potenzial, die Zufriedenheit zu steigern

Die Zufriedenheit mit der Arbeit hängt von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren ab. Insgesamt erwägen 68 Prozent der Mitarbeiter, die eine ungesunde Beziehung zur Arbeit haben, das Unternehmen zu verlassen. In Zeiten, in denen vor allem auch in der Technologie-Branche Mitarbeiter fehlen, ist dies eine Zahl, die Unternehmen zum Nachdenken anregen sollte. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nur 22 Prozent der Mitarbeiter fühlen sich durchgehend geschätzt und respektiert, statt nur "eine Nummer" zu sein. Hier müssen Unternehmen ansetzen, denn die (Arbeits-)Welt verändert sich weiter.

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