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Mit Gigahertzen und Kampfpreisen gegen AMD

28.08.2001
Intel hat gestern wie erwartet den Pentium 4 mit 2 Gigahertz vorgestellt und ältere Prozessoren bis zu 54 Prozent verbilligt. AMD reagierte bereits mit eigenen Preissenkungen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel hat gestern wie erwartet die mit 2 Gigahertz getaktete Ausführung seines Desktop-Prozessorflaggschiffs Pentium 4 vorgestellt. In den üblichen Tausender-Tranchen ist der neue Chip gleich teuer wie der zuvor schnellste P4, nämlich 562 Dollar. Die ebenfalls neue Variante mit 1,9 Gigahertz ist mit 375 Dollar geringfügig teurer als der bisher zweitschnellste Chip mit 1,7 Gigahertz, der 352 Dollar kostete.

Der Pentium 4 mit 1,8 Gigahertz kostet ab sofort nur noch 256 Dollar und damit 54 Prozent weniger als zuvor - eine klare Kampfansage an Herausforderer AMD, dessen schnellster "Athlon" es gegenwärtig auf 1,4 Gigahertz bringt. Die übrigen P4s wurden ebenfalls billiger, außerdem senkte Intel die Preise der Produktlinien Pentium III, Xeon sowie Celeron. Auf dem Intel Developer Forum zeigte der Hersteller zudem seinen neuen SDRAM-Chipsatz "845", der Komplett-PCs noch weiter verbilligen dürfte.

AMD hat bereits auf Intels Kampfpreise reagiert und bietet nun auch den Athlon billiger an. Die schnellste Ausführung mit 1,4 Gigahertz kostet nun statt 253 noch 130 Dollar und damit genau 3 Dollar weniger als Intels gleich schneller Pentium 4. Auch die übrigen Athlons sind ab sofort entsprechend günstiger zu haben. Es fragt sich, wie lange das kleinere Unternehmen den Preiskrieg noch durchhält - es hat den Anschein, als wolle Intel den zuletzt zunehmend erfolgreichen Rivalen am langen Arm verhungern lassen.

Unsere IDG-Kollegen vom "tecChannel" haben den 2-Gigahertz-Pentium bereits gegen den Athlon mit 1,4 Gigahertz getestet. Ihr Fazit: Der Titel "Schnellster PC-Prozessor" kann je nach Einsatzgebiet getrost an beide vergeben werden. AMDs Prozessoren lägen beim Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch "meilenweit voraus".