GULP Direkt – die Freelancer Plattform

GULP bringt als führender Personaldienstleister im Bereich IT und Engineering seit über 20 Jahren erfolgreich Unternehmer und hochqualifizierte Freelancer aus verschiedenen Branchen zusammen. Mit GULP Direkt bieten wir Unternehmen eine Plattform, bei der sie Zugang zu unserer Datenbank und somit über 90.000 Freelancern erhalten. Das nennen wir modernes Recruiting – immer Experten an der Hand, wenn man sie braucht.

Auf eine gute Zusammenarbeit

Mit Freiberuflern richtig Verträge schließen

21.03.2018
Was gilt es bei Verträgen mit Freelancern zu beachten und welche Punkte sollten im Vertrag enthalten sein?

Über fünf Millionen Freelancer gibt es in Deutschland. Wer schnell einen IT-Mitarbeiter braucht, findet in darauf spezialisierten Börsen im Internet wie GULP den richtigen Freiberufler für jede Aufgabe. Doch was ist nach der erfolgreichen Suche beim Abschluss des Vertrags zu beachten und was sollte dort unbedingt enthalten sein?

Möglichst unproblematisch, aber dennoch rechtlich sicher soll ein Vertrag sein. Er steckt die Geschäftsbeziehung ab und setzt die Grundregeln für das Projekt, klärt die Pflichten und die Risiken der Vertragspartner, setzt Fristen und regelt das Honorar für die Erbringung. Wichtig ist, sich klar zu werden, was der Vertrag mit dem Freelancer für das Projekt bedeutet.

Welche Vertragsarten gibt es?

Generell gibt es bei Verträgen mit Freelancern zwei verschiedene Vertragsarten: den Dienstvertrag und den Werkvertrag.

Man kann sagen, dass für den Auftragnehmer eher der Dienstvertrag sinnvoll ist. Für den Auftraggeber ist es hingegen der Werkvertrag.

Der Unterschied ist schnell erklärt: In einem Dienstvertrag verpflichtet sich der Freiberufler in der Regel nur dazu, eine bestimmte Tätigkeit zu verrichten (Beispiel: Software- und Hardware-Pflege). Ob am Ende der Laufzeit des Vertrags jedoch tatsächlich das gewünschte funktionierende Produkt vorliegt, spielt keine Rolle. Hier ist nur die Tätigkeit an sich geschuldet. Bei Beratungsleistungen etwa haftet der IT-Berater nicht, wenn der Gewinn nicht wie versprochen tatsächlich um die Summe x steigt. Der Dienstleister ist frei bei Durchführung, Zeit und Ort seiner Dienstleistung.

Bei Werkverträgen hingegen ist der erfolgreiche Abschluss des Projektes die Voraussetzung der Vertragserfüllung (Beispiel: Erstellung von Individual-Software). Der Werkunternehmer kann auch hier selbst tätig werden oder die Aufgabe an seine Arbeitnehmer delegieren. Der Freelancer haftet aber dafür, dass die Software am Ende auch funktioniert. Auch nach der Abnahme muss er eventuelle Fehler im Rahmen seiner Gewährleistungspflicht beseitigen.

Als Kompromiss können beide Seiten auch einen Mischvertrag abschließen, der Elemente aus Werkvertrag und Dienstvertrag enthält. Anhand einer Checkliste können Auftragnehmer einfacher die richtige Vertragsform finden. Im Internet finden sich auch zahlreiche Musterverträge, die man auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

Was gilt es zu regeln?

Im Vertrag zwischen Auftraggeber und Freelancer werden die Grundregeln der gegenseitigen Zusammenarbeit festgelegt. Man sollte vor allem, die Pflichten und Risiken sowie die Haftungsfragen bedenken und regeln. Die Urheber- und Nutzungsrechte sollten ebenfalls beachtet werden. Auch ein eventuelles Wettbewerbsverbot beim Konkurrenten und eine Verschwiegenheitspflicht kann schriftlich fixiert werden. Bei der Entwicklung von Software hilft ein detailliertes Pflichtenheft, den Erfolg des IT-Projekts zu definieren, in dem alle geforderten Leistungen genau beschrieben werden.

Das Wichtigste: der Preis

Die genaue Leistung und der Preis dafür stehen selbstverständlich im Vertrag. Hier unterscheidet man je nach Aufgabe zwischen einer Pauschalvergütung beziehungsweise einem Festpreis und einer Aufwandsvergütung ("Times & Material") nach Stunden- oder Tagessätzen. Welche Vergütungsart die geeignete ist, hängt maßgeblich von den Umständen ab.

Angaben zur kniffligen Frage, welche Skills und Dienstleistungen aktuell wie bewertet werden, bieten der GULP Stundensatzkalkulator und die alljährlich erhobene GULP Freelancer Studie.

Wie bei allen Verträgen, die in der Regel geschlossen werden, wenn man ein gutes Miteinander vor Augen hat, ist es wichtig, sich Gedanken zu machen, was bei Unstimmigkeiten zwischen den Partnern passieren soll. Welche Vertragsstrafen gibt es, welche Kündigungsfristen sollen für beide Seiten gelten, wenn man sich wieder trennen will oder muss?

Weitere Fragen

Auch Freelancer brauchen Urlaub, um sich zu erholen. Der Umsatz wird also derart berechnet, dass er sowohl die Kosten dafür als auch einen Verdienstausfall kompensieren kann. Eine Genehmigung durch den Auftraggeber bedarf es nicht. Bei der Vorgabe von festen Arbeitszeiten sollte man Vorsicht walten lassen, denn sonst droht das Thema Scheinselbständigkeit, das den Freelancer in die Nähe eines Angestellten rückt, was nach einer verdeckten Arbeitnehmerüberlassung aussieht. Das Gleiche gilt deswegen auch für den Schreibtisch im Büro des Auftraggebers.

Tipps zur Good Practice

Versuchen Sie, die Leistung so konkret wie möglich zu beschreiben und treffen Sie klare Vereinbarungen zur Zusammenarbeit miteinander. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit den freien Mitarbeitern und in Fragen der Compliance sowie der Scheinselbständigkeit.

Mehr Informationen zum Thema zum Download

Möchten Sie noch weitere Tipps lesen, was bei der Suche nach dem richtigen IT-Experten beachtet werden sollte? Oder welche guten Gründe es überhaupt gibt, einen IT-Freelancer zu beauftragen? Dann laden Sie sich gerne das Whitepaper "Dienstleistungsverträge mit Freelancern - So schließen Sie Schritt für Schritt ordentliche Verträge mit Freiberuflern" herunter.