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MIT entwickelt intuitiv bedienbare Benutzerführung

21.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wissenschaftler des MIT (Massachusetts Institute of Technology) haben ein Projekt aufgesetzt, das die Entwicklung intuitiv zu bedienende Schnittstellen zwischen Computer und Mensch zum Ziel hat. Die Forscher haben bereits erste zukunftsweisende Systeme gezeigt. So können Anwender zum Beispiel Dateien kopieren, indem sie sie mit dem Finger über den Bildschirm vom Quell- in den Zielordner schieben. Andere Verbesserungen betreffen die Systemeinstellungen. So macht eine Technologie die Konfiguration eines Netzwerkdruckers überflüssig, denn Druckaufträge werden automatisch auf das nächstgelegene Gerät geleitet.

Am Project Oxygen arbeiten zwischen 200 und 300 Forscher aus den MIT-Labors für Computerwissenschaften und für künstliche Intelligenz mit. Unterstützt werden sie von Acer, Hewlett-Packard, Nokia, Philips, Delta Electronics und dem japanischen Telefonkonzern NTT. Außerdem fließen Forschungsgelder von der DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) des US-Verteidigungsministeriums.

Nach Angaben des leitenden Wissenschaftlers Stephen Garland ist noch nicht klar, wie die entwickelten Technologien auf den Markt gebracht werden sollen. Vieles werde wohl als so genannte Public Domain herausgebracht. Public Domain bezeichnet Software und Technolgie, die frei weitergegeben und genutzt, deren Quellcode aber nicht verändert werden darf. Garland schloss nicht aus, einige Forschungsergebnisse patentieren zu lassen. (lex)