Aufbaupaket bringt Intranetware endlich auf Internet-Kurs

Mit Early Access reicht Novell die fehlenden Funktionen nach

03.01.1997

Groß als umfassende Lösung für den Aufbau unternehmensweiter Intranets angekündigt, ließ das zur Intranetware mutierte Netware bei den Anwendern dennoch zahlreiche Wünsche offen (Siehe CW Nr. 50 vom 13. Dezember 1996 Seite 29). Einen Teil dieser Funktionen liefert Novell jetzt zumindest in Form der Early-Access-Technologie nach.

Zu den Erweiterungen gehören unter anderem ein Proxy Cache für Web-Seiten, die Unterstützung der Secure Sockets Layer (SSL) sowie Sicherheitsfunktionen wie Filterung auf Paketebene oder die Übersetzung von IP-Adressen. Ergänzend kommen ein Gateway auf Anwenderebene sowie ein HTTP-Proxy dazu, die beide in die Novell Directory Services (NDS) integriert sind. Auch im Bereich der Virtual Private Networks (VPN) wurde nachgebessert. Verbindungsarten wie PPP, ISDN, Dial-up, Frame Relay und X.25 gehören jetzt zum guten Ton.

Eine Überarbeitung erfuhr auch der "Web Server", der in der Version 3 ebenfalls SSL unterstützt. Zudem hat Novell eigenen Angaben zufolge die Performance der Software gegenüber der Vorgängerversion verdoppelt. Da für Web Server nun auch virtuelle Verzeichnisse kein Fremdwort mehr sind, läßt er sich über die NDS einfacher in bestehende Netze integrieren. Aufgeschlossen zeigt sich der Neuling zudem in Sachen Datenbank-Connectivity: Er kommuniziert über das Oracle-API mit den Datenbanken dieses Herstellers. Für Anwender, die ihre Web-Applikationen selbst schreiben, ist die Entwicklungssprache Pearl 5.0 im Lieferumfang enthalten.