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Mit dem PA-8900 sagt HP leise Servus zu PA-Risc-Prozessoren

25.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit der CPU "PA-8900" beendet Hewlett-Packard die Entwicklung der hauseigenen 64-Bit-Prozessoren, die seit den späten 80er Jahren die Unix-Server antreiben. Der neue Chip soll mit Taktraten von 800 Megahertz, 1 sowie 1,1 Gigahertz und 64 MB Cache-Speicher zu haben sein. Damit verfügt der neue PA-Risc-Prozessor zwar über einen doppelt so großen Cache wie der Vorgänger "PA-8800", aber nur über wenig mehr Taktfrequenz, denn der PA-8800 brachte es auf 1 Gigahertz.

Die offizielle Vorstellung der neuen CPU wird vermutlich erst kommende Woche anlässlich der HP-Hausmesse "ENSA@Work" in Kopenhagen erfolgen, Analysten zeigten sich jedoch in ersten Reaktionen enttäuscht über die Leistungsdaten: Man hatte mit Taktraten von 1,2 bis 1,5 Gigahertz gerechnet. Aus Sicht von HP gibt die moderate Leistungssteigerung allerdings Sinn, denn das Unternehmen setzt im 64-Bit-Umfeld auf Intels "Itanium"-Prozessor, an dem HP auch mitentwickelt. Die dazu passende Server-Familie "Integrity" soll Zug um Zug die alten "HP-9000"-Serie ablösen. Für diese hat der Hersteller noch Unterstützung bis zum Jahr 2011 angekündigt. Ein zu starker PA-8900-Chip könnte manchen Anwender länger als von HP angepeilt auf der alten Plattform halten. (kk)