Mikroprozessor Systeme komfortabel entwickeln

20.07.1979

FÜRSTENFELDBRUCK (pi) - National Semiconductor hat eine erweiterte Ausführung seines Starplex-Entwicklungssystems auf den Markt gebracht. Ein neuer In-System-Emulator (ISE-Modul) bietet nach Herstellerangaben eine wesentliche Leistungsverbesserung der bisher eingeführten Konzepte der In-Circuit-Emulation (ICE).

Der ISE-Modul verfügt über einen eigenen Speicher mit 32 K, eigene Logik, eigene CPU und Steuer-Firmware; er erlaubt die Emulation von Anwendersystemen bei voller Arbeitsgeschwindigkeit. Der im ISE eingesetzte Prozessor für die Emulation verbindet das zu entwickelnde oder auszutestende System über ein etwa 20 Zentimeter langes Kabel, um Timing-Probleme zu eliminieren.

Zu den Hauptvorteilen des ISE-Moduls zählt der Hersteller vor allem Leistungsverbesserungen bei der Real-Time-Emulation von Mikroprozessor-Systemen - so ist etwa die simultane Emulation von zwei Mikroprozessor-Systemen möglich; ein weiterer Vorteil ist die Kostenreduzierung durch den allgemein verwendbaren ISE-Modul, der zahlreiche unterschiedliche Ziel-Mikroprozessor-Systeme unterstützt. Diese Leistungsmerkmale wurden erzielt durch die unabhängige ISE-CPU, durch ein spezifisches Mapped-Speichersystem und schnelle Puffer, die nahe beim Ziel-Mikroprozessor lokalisiert sind.

Das Starplex-Entwicklungssystem bringt bei der Entwicklung von Mikroprozessor-Systemen Arbeitsvereinfachungen und Möglichkeiten zum Test zur Analyse und Optimierung von Hardware- und Software-Prototypsystemen. Dr. Robert Heikes, International Vice President von National erwartet, daß der Weltmarkt für Entwicklungssysteme 1980 ein Volumen von 250 Millionen Dollar haben wird.

Informationen: National Semiconductor GmbH Industriestraße 10, 8080 Fürstenfeldbruck, Tel.. 0 81 41/10 31