Amerikanische und japanische Hersteller an der Spitze:

Mikrocomputer-Boom in Israel

11.03.1983

TEL AVIV (VWD) - Zum großen Verkaufsschlager haben sich In Israel die Mikrocomputer entwickelt. Dieser Markt wird von Experten als der am schnellsten wachsende Teilmarkt der Computerbranche bezeichnet.

Für 1983 prognostizierten die Importeure einen Absatz von rund 30 000 Mikrorechnern in Preislagen von 350 bis 2000 Dollar bei einem Jahresumsatz von etwa 30 Millionen Dollar. 1982 konnten bereits 9500 Kleinrechner, vorwiegend für Jugendliche und als Lehrmittel, abgesetzt werden.

Die Anzahl der neuen Vertriebsfirmen in Israel hat sich in den letzten beiden Jahren verdreifacht und wird auf 230 geschätzt. Besonders amerikanische und japanische Unternehmen haben in Israel Vertretungen eröffnet oder Vertreter ernannt sowie aufwendige Werbeetats zur Verfügung gestellt.

Gut im Rennen liegen dabei Erzeugnisse von Sinclair und Commodore, aber auch von Hewlett-Packard, Apple und japanischen Herstellern wie Sharp, Casio und Mitsubishi. Europäische Produkte konnten sich bisher nicht durchsetzen. Infolge des starken Wachstums bei Mikrocomputern hat sich in Israel auch eine relativ starke Softwarebranche etabliert.