Mikro-Magnet durchbricht Speichergrenzen

28.02.1997

NEUSS (CW) - Mit der Entdeckung eines Magneten in der Größe eines Moleküls hat ein Forscherteam möglicherweise den ersten Schritt in Richtung eines Quantencomputers getan.

Derartige Rechner könnten ein Vielfaches der Rechenoperationen heute verfügbarer Systeme ausführen und die Produktion von Speichern mit der hunderttausendfachen Dichte bisheriger Medien ermöglichen. Unter Verwendung der Magneten lassen sich theoretisch mehrere hundert GB auf einer Fläche in der Größe eines Stecknadelkopfes unterbringen, so die Angaben.

Das Forscherteam besteht aus Wissenschaftlern des City College New York, der Unversität Barcelona und der Xerox Corp. mit Sitz in Stamford, Connecticut. Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse ist nach Informationen des Unternehmens ein quantenmechanischer Tunneleffekt im Innern des Magneten, den die Forscher erstmals wissenschaftlich nachweisen konnten.