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Microstrategy einigt sich mit der Börsenaufsicht

15.12.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microstrategy Inc. oder genauer gesagt drei Topmanager des Data-Mining-Unternehmens haben sich mit der US-Börsenaufsicht SEC im Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts betrügerischer Bilanzmanipulationen (Computerwoche online berichtete) geeinigt. Chief Executive Officer (CEO) Michael Saylor, Chief Operating Officer (COO) Sanjeev Bansal sowie der frühere Finanzchef Mark Lynch haben sich laut SEC zwar nicht öffentlich schuldig bekannt, aber der Rückzahlung von zehn Millionen Dollar plus einer Strafe von einer Million Dollar zugestimmt. Microstrategy sowie zwei seiner Wirtschaftsprüfer beugen sich damit entsprechenden Unterlassungsanordnungen der Börsenaufsicht.

Microstrategy hatte in den Jahren 1998 und 1999 (im Juni ´98 war die Company an die Börse gegangen) Umsatz und Gewinn künstlich aufgebläht. Im März dieses Jahres war der Schwindel aufgeflogen, der Aktienkurs daraufhin an einem einzigen Tag von 260 auf 86 Dollar gefallen.