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Microsoft will drei Icons auf der Windows-XP-Startseite

09.08.2001
Microsoft hat inzwischen weitere Einzelheiten zu den Windows-XP-Vereinbarungen mit den Computerproduzenten bekannt gegeben: Diese müssen, wenn sie die Desktops der Rechner mit Icons versehen wollen, mindestens drei für Microsoft-Produkte reservieren.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - So flexibel, wie anfangs von Microsoft propagiert, dürfen PC-Hersteller bei der Gestaltung der Startseite von Windows XP nun doch nicht sein. Inzwischen hat die Gates-Company weitere Einzelheiten zu den Vereinbarungen mit den Computerproduzenten bekannt gegeben: Diese müssen, wenn sie die Desktops der Rechner mit Icons versehen wollen, mindestens drei für Microsoft-Produkte reservieren. Abgebildet werden sollen Links zum Online-Service MSN, zur Media-Player-Software sowie dem "Internet Explorer" von Microsoft. Vor kurzem hatte der US-Softwareriese noch erklärt, man würde ein Icon für den MSN-Dienst fordern, wenn gleichzeitig der Online-Service des Rivalen AOL Time Warner auf der Startseite erscheine (Computerwoche online berichtete).

Das ursprüngliche "Flexibilitätsangebot" machte Microsoft den PC-Herstellern, nachdem ein US-Berufungsgericht die Gates-Company wegen Ausnutzung seines Betriebssystemmonopols verurteilt hatte. Daraufhin bot AOL den Computerproduzenten Geld für eine prominente Platzierung seines Online-Dienstes auf der Startseite von Windows XP.