Nach der Übernahme von DATAllegro

Microsoft will den SQL Server zur Referenz für Data Warehousing machen



Sascha Alexander ist seit vielen Jahren als Redakteur, Fachautor, Pressesprecher und Experte für Content-Strategien im Markt für Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics tätig. Stationen waren unter anderem das Marktforschungs- und Beratungshaus BARC, die "Computerwoche" sowie das von ihm gegründete Portal und Magazin für Finanzvorstände CFOWORLD. Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.
Dank zugekaufter Technik will Microsoft in den kommenden Monaten seine Datenbank direkt ins Highend der Data-Warehouse-Systeme katapultieren. Oracle will man dabei überholen.

Mit Abschluss der Übernahme des Anbieters DATallegro schmiedet Microsoft nun Pläne, wie sich dessen moderne Datenbanktechnik mit dem eigenen SQL Server kombinieren lässt. DATallegro gehört zu einer neuen Generation von Anbietern, die sich speziell mit der Bewältigung und schnellen Auswertung großer Datenmengen beschäftigen, wie sie im Data Warehousing anfallen. Hierzu bietet das Unternehmen seine Appliance "V3" aus vorkonfigurierter Datenbank, die zusammen mit Speichertechnik von EMC und Servern von Dell als Data-Warehouse-Infrastruktur positioniert wird.

Auch existieren seit kurzen Grid- und Speicheroptionen für V3, durch die Anwender mehr Konfigurationsmöglichkeiten bei der Bewältigung wechselnder Workloads (Queries) im Data Warehouse erhalten. Die Daten liegen künftig nicht mehr physikalisch in einem zentralen Enterprise Data Warehouse, sondern werden über eine Infiniband-Backplane (Server-Switch) zwischen mehreren Instanzen aus Servern und Speichern verteilt. Ziel ist es, durch die dynamische Verteilung und Partitionierung von Speicher- und Rechenkapazitäten Abfragen flexibler und schneller zu machen.

Konkurrenz für relationale Datenbanken

Anbieter relationaler Datenbanken wie Oracle und Microsoft waren in der letzten Zeit in die Kritik geraten, mit ihren Systemen in punkto Performance und Skalierbarkeit nicht mit solchen Data-Warehouse-Appliances mithalten zu können. Grund hierfür seien grundsätzliche Unterschiede im Datenbankdesign. So setzen die Konkurrenten überwiegend auf eine massiv-parallele-Rechnerarchitektur und Spalten-basierende Speicherung (siehe auch den Beitrag zu den Veränderungen im Daten-Management und Datenbank-Markt).