Microsoft will den NAS-Markt erobern

30.09.2003
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Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach dem erfolgreichen Einstieg im unteren Marktsegment für Network-Attached-Storage-Lösungen (NAS) will sich Microsoft nun auch in der Speicheroberliga etablieren. Beim "Windows Storage Server 2003" setzt das Softwarehaus auf seine bewährte Strategie, Features, die früher Extras waren, in das Betriebssystem zu integrieren.

Auf der Suche nach neuen Märkten für sein Server-Betriebssystem versucht Microsoft verstärkt, im NAS-Highend-Segment zu punkten. Zu diesem Zweck hat der Konzern auf Basis der Windows-Server-2003-Technologie den Windows Storage Server 2003 (WSS) entwickelt, der in NAS-Umgebungen für das Fileserving zuständig ist. Für Unix-Systeme unterstützt das WSS-System das Network File System (NFS), für Windows-Rechner den Server Messenger Block (SMB) oder das Common Internet File System (CIFS). Ferner ist zudem eine Anbindung an Netware- und Appletalk-Verbünde möglich. Im Vergleich zu anderen NAS-Betriebssystemen weist der WSS zudem noch eine Besonderheit auf: die Unterstützung von Print-Services auf einer Storage-Plattform. Mit diesem Funktionsumfang will die Company den WSS als die führende Betriebssytem-Plattform im NAS-Segment etablieren.

Zahlreiche Hersteller wie etwa Dell oder HP offerieren ihre NAS-Systeme künftig mit Microsofts Windows Storage Server 2003 als Betriebssystem. Collage: Dell/HP/rp

Vom Aufschwung profitieren

Microsoft bewegt sich damit in einem Markt, der im Zuge der weltweiten IT-Krise im Jahr 2002 um fast 14 Prozent auf 1,54 Milliarden Dollar schrumpfte, aber gute Prognosen hat: Die Analysten von IDC rechnen schon in diesem Jahr im NAS-Segment mit einer leichten Erholung auf 1,77 Milliarden Dollar. Bis 2007 sollen die Umsätze mit NAS-Equipment dann auf 3,17 Milliarden Dollar klettern.