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Microsoft und Adobe konkurrieren bei Formularen

05.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Marktbeobachter erwarten stark steigende Umsätze im Markt für digitale Formulare und Belege. Ihre Vermutung leiten sie nicht zuletzt aus dem regen Interesse von Microsoft und Adobe an der Verarbeitung elektronischer Formulare ab. Nach Informationen von IDC wurden im Content-Management-Bereich, zu dem Formulare gehören, 2002 rund 3,1 Milliarden Dollar umgesetzt. Für dieses Jahr rechnen die Analysten mit einem Wachstum von fünf Prozent.

Die beiden Unternehmen setzen bei Formularen auf unterschiedliche Technologien. Während Microsoft dem für Sommer 2003 angekündigten Produkt "XDocs" den Web-Services-Standard XML (Extensible Markup Language) zu Grunde legt, basiert Adobes "ePaper" auf dem hauseigenen Format PDF (Portable Document Format). Beide Ansätze haben unter anderem zum Ziel, die Bereitstellung und Verarbeitung elektronischer Formulare zu automatisieren.

Die Vorteile in Adobes Format liegen in der grafischen Darstellung. So lassen sich PDF-Formulare einheitlich ausgeben, egal, ob sie unter Windows, Linux oder Unix bearbeitet werden. Außerdem bietet das PDF-Format die Möglichkeit, bestimmte Funktionen per Passwort zu sperren. Damit eigne sich ePaper nicht nur für Online-Formulare, sondern auch für die Abbildung von den Papier-Pendants, sagen Experten. XDocs sei zwar nur für Online-Dokumente geeignet, dafür jedoch flexibler. Obwohl Adobe im Moment die Nase vorn hat, rechnen die Experten damit, dass XDocs schnell große Marktanteile gewinnen wird. (lex)