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Microsoft übertrifft die (reduzierten) Erwartungen

20.04.2001
Microsoft hat für sein drittes Quartal 2,45 Milliarden Dollar Gewinn und 6,46 Milliarden Dollar Umsatz ausgewiesen. Die Reserven des Konzerns belaufen sich mittlerweile auf 30 Milliarden Dollar.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat gestern die Bilanz für sein drittes Geschäftsquartal veröffentlicht und sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten übertroffen. Den Nettogewinn steigerte der Konzern nach 2,39 Milliarden Dollar oder 43 Cent pro Aktie im Vorjahresquartal auf 2,45 Milliarden Dollar oder 44 Cent je Anteilschein. Die Analysten hatten laut First Call/Thomson mit 42 Cent Profit pro Aktie gerechnet. Den Umsatz steigerte die Gates-Company von 5,66 Milliarden Dollar um 14 Prozent auf 6,46 Milliarden Dollar. Das sind rund 300 Millionen Dollar mehr als die Wall Street prognostiziert hatte. Vor allem das Betriebssystem Windows 2000 und die Office-Bürosuite verkauften sich offenbar besser an Unternehmenskunden als erwartet.

Für das begonnene vierte Quartal hielt sich das Redmonder Imperium ein wenig bedeckt. Aufgrund der Schwäche vor allem des Consumer-PC-Markts soll der Gewinn um einen Cent schlechter ausfallen als von Analysten erwartet. Beim Umsatz für das gesamte Geschäftsjahr werde man aber am oberen Ende der Schätzungen landen, so Microsoft. Die Anleger reagierten erfreut, im nachbörslichen Handel stieg der Aktienkurs um 6,3 Prozent auf 72,35 Dollar.

Übrigens: Die Bargeldreserven und kurzfristigen Investitionen von Microsoft summierten sich zum Ende des abgeschlossenen Quartals auf 30 Milliarden Dollar - Ende 2000 waren es noch 27 Milliarden Dollar. Da macht es auch nichts, wenn das Unternehmen seine 391-Millionen-Dollar-Beteiligung beim Telco Winstar in den Wind schreiben muss. Dieser hatte in dieser Woche Gläubigerschutz nach Paragraph elf des US-Konkursrechts beantragt.