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Microsoft rückt mehr Windows-Quellcode heraus

03.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - "Wall Street Journal" und "Financial Times" berichten übereinstimmend, Microsoft werde heute eine Erweiterung seines "Shared-Source"-Programms ankündigen, über das Anwender und Entwickler außerhalb des Unternehmens Zugang zu Teilen des "Allerheiligsten" erhalten, nämlich des Windows-Quellcodes. Senior Vice President Craig Mundie werde die Ankündigung im Rahmen eines Vortrags an der Stern School of Business erläutern.

Mit Open-Source-Software à la Linux hat das allerdings überhaupt nichts zu tun. Mit bestimmten Softwareprodukten - vor allem Betriebssystem und Office - will Microsoft natürlich auch weiterhin so viel Geld verdienen wie bisher (und kann dann Internet Explorer und Co. weiterhin kostenlos unters Volk bringen). Auch wenn Open-Source-Guru Eric Raymond mutmaßt, mit der neuerlichen - moderaten - Öffnung reagiere das Redmonder Imperium auf die zunehmende Popularität quelloffener Software. "Sie haben eine Riesenangst", glaubt Raymond.