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Microsoft löst objektorientierte Komponentenmodelle ab

28.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Komponentenmodelle COM (Component Object Model) und DCOM (Distributed Compound Object Model) werden nicht mehr weiterentwickelt, sagte Don Box, Software Architect bei Microsoft, auf einer Entwicklerveranstaltung in London. Zwar seien COM und DCOM nicht tot, es sei aber klar, dass die jährlich aufgewendeten 6,8 Milliarden Dollar für die Entwicklung von Programmiermodellen nicht in die Entwicklung einer "OLE32.DLL" flössen.

Künftig setze Microsoft auf XML-basierende Techniken (Extensible Markup Language), um die Kommunikation zwischen Anwendungen zu gewährleisten. "Indigo" ist der Codename eines entsprechenden Modells, das mit dem Windows-XP-Nachfolger "Longhorn" integriert werden soll.

Objektorientierte Komponentenmodelle wie COM und DCOM oder Architekturen wie CORBA (Common Object Request Broker Architecture) und RMI (Java Remote Method Invocation) bieten laut Box nur eingeschränkte Möglichkeiten zur Beschreibung von Objekten. Problematisch sei außerdem, dass entsprechende Anwendungen auf Klassenbibliotheken wie JAR-Dateien (Java Archive) oder DLLs (Dynamic Link Libraries) zurückgreifen müssen. (lex)