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Microsoft liefert dem Gericht neue Munition

22.03.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit dem Internet Explorer 5.0, der in den vergangenen Tagen freigegeben wurde, hat die US-Regierung im Kartellprozeß neue Argumente gegen Microsoft in der Hand. Der Browser der Gates-Company wird mittlerweile wieder als separates Produkt ausgeliefert und läuft nicht nur unter Windows, sondern es sind auch Versionen für andere Betriebssysteme wie Suns Solaris erhältlich. Vertreter der Gates-Company hatten im Kartellprozeß jedoch immer wieder behauptet, der Internet Explorer sei zum Vorteil der Kunden als integraler Bestandteil von Windows entwickelt worden und könne daher nicht aus dem Betriebssystem entfernt werden. "Mit dem Internet Explorer 5.0 hat Microsoft eigentlich zwei verschiedene Browser entwickelt, einen für Windows und einen für andere Plattformen", behauptet nun ein Unternehmenssprecher. Programmiercode und Technologie seien unterschiedlich, die Produkte würden lediglich unter dem gleichen Namen vermarktet.