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Microsoft legt Sammelklage mit Zahlung von 1,1 Milliarden Dollar bei

13.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Softwarekonzern Microsoft hat sich zu einem außergerichtlichen Vergleich entschlossen, um eine Sammelklage von kalifornischen Verbrauchern wegen unlauterem Wettbewerb und Missbrauch seiner Monopolstellung zum Abschluss zu bringen. Die Redmonder einigten sich mit den Anwälten der Klägerseite, 1,1 Milliarden Dollar in Form von Gutscheinen auszugeben. Bezugsberechtigt sind insgesamt etwa 13 Millionen kalifornische Privatkunden und Unternehmen, die zwischen dem 18. Februar 1995 und dem 15. Dezember 2001 Microsoft-Software erworben haben. Mit den Gutscheine können sie Hard- und Software von beliebigen Herstellern erwerben. Gleichzeitig erklärte sich die Gates-Company bereit, zwei Drittel der Summe aus nicht angeforderten oder eingelösten Gutscheinen bedürftigen kalifornischen Schulen zu spenden. Sie erhalten das Geld in Form von Microsoft-Software oder Gutscheinen für den Erwerb von

Computer-Equipment, -Dienstleistungen sowie Software anderer Hersteller.

Microsoft stellte klar, dass die Einigung keinem Schuldeingeständnis gleichkomme. Vielmehr wolle das Unternehmen mit dem Vergleich Kosten und Unsicherheit eines langwierigem Verfahrens vermeiden, hieß es. Die Vereinbarung muss noch von dem zuständigen Gericht in San Francisco bestätigt werden. In weiteren 16 US-Bundesstaaten laufen ähnliche Antitrust-Klagen gegen Microsoft. (mb)