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Microsoft-Kritiker fürchten Verzögerung im EU-Kartellvefahren

28.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Pläne des europäischen Gerichtshofs, den Richter für das Kartellverfahren gegen Microsoft auszutauschen, könnten den Prozess in die Länge ziehen. Diese Sorge treibt Kritiker des Softwarekonzerns um. "Jede Verzögerung spielt Microsoft in die Hände", erklärte etwa Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, die zu den härtesten Gegnern der Windows Company zählt.

Auslöser der Diskussion war der Präsident der zweiten Kammer, Hubert Legal. Er hatte die Mitglieder des Richtergremiums angegriffen und sie vor willkürlichen Entscheidungen gewarnt. Beteuerungen, er habe großen Respekt vor der Kammer, halfen dem Juristen danach nicht mehr. Die Ablösung durch Bo Vesterdorf, Präsident des europäischen Gerichts erster Instanz, gilt als sicher. Vesterdorf hatte zudem vorgeschlagen, den Fall an die aus 13 Richtern bestehende Große Kammer zu übertragen. Dieser Schritt würde das Verfahren weiter verzögern. (wh)