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Microsoft kauft Onfolio und gibt Software kostenlos frei

13.03.2006
Das Tool hilft bei der Verwaltung von Web- und Desktop-Inhalten. Es ist nun kostenloser Bestandteil der Browser-Erweiterung "Windows Live Toolbar".
Onfolio kann bei Bedarf alle Inhalte einer Website absaugen.
Onfolio kann bei Bedarf alle Inhalte einer Website absaugen.

Onfolio galt lange als Konkurrenzprodukt von "OneNote", einer Anwendung von Microsoft Office. Beide Utilities dienen dazu, die Inhalte von besuchten Web-Seiten entweder auszugsweise oder vollständig auf dem PC zu speichern. Die Daten werden lokal in einem eigenen Ordnersystem abgelegt, lassen sich zusätzlich mit Kommentaren beschreiben und anschließend per Volltextrecherche durchsuchen. Neben Web-Inhalten kann Onfolio auch Office-Dokumente und PDFs verwalten. Das Tool beinhaltet außerdem einen RSS-Reader und überträgt auf Wunsch gespeicherte Textschnipsel auf Weblogs.

Bei den ersten beiden Versionen der Software handelte es sich um Stand-alone-Programme für Windows, die in den Ausführungen "Personal", "Professional" und "Academia" existierten. Die kürzlich erschienene Variante erweitert hingegen Microsofts "Windows Live Toolbar", ein Plugin für den Internet Explorer. Dieses bietet ähnliche Zusatzfunktionen für den Browser wie die Toolbar von Google oder Yahoo. Mit dem Kauf von Onfolio erhält sie nun wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber den konkurrierenden Add-ons. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Stand-alone-Varianten läuft das aktuelle Onfolio nur mehr mit dem Microsoft-Browser.

Der gleichnamige Hersteller der Software wurde von Jeremy Allaire gegründet, der mit seinem vorherigen Unternehmen den Applikations-Server "Cold Fusion" entwickelte. Dieses wurde von Macromedia gekauft. Microsoft gab keine Details zur Übernahme der nicht börsennotierten Firma bekannt. Die Software kann ab sofort mit der Toolbar heruntergeladen werden. (ws)