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Microsoft erweitert Shared-Source-Programm

21.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auch wenn Microsoft von einer Open-Source-Firma weiterhin meilenweit entfernt ist - zumindest erweitert der Konzern sein im vergangenen Jahr ins Leben gerufenes "Shared-Source"-Programm: Craig Mundie, Vice President Advanced Strategy and Policy kündigte heute an, künftig erhielten auch rund 150 wichtige Systemintegratoren Einblick in das "Microsoft-Allerheiligste", den Windows-Quellcode. Verändern oder weiterverteilen dürfen die Dienstleister die Sourcen allerdings nicht. Voraussetzung für den Zugang sind eine Zertifizierung als Gold-Support-Services-Partner oder mehr als 1500 betreute Windows-Arbeitsplätze mit Premier-Support-Vertrag (Level A und B).

Jason Matusow, Shared Source Product Manager, erklärte ergänzend, zuvor hätten bereits rund 1700 Unternehmen Einblick in große Teile (rund 97 Prozent) der Quellen von Windows 2000, Windows XP sowie Windows CE nehmen dürfen. "Viele Unternehmenskunden waren daran aber gar nicht interessiert, obwohl sie berechtigt gewesen wären; sie wollten das in Händen ihrer Systemintegratoren wissen, weil die den alltäglichen Support für sie erledigen", begründet Matusow die aktuelle Erweiterung. (tc)