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Microsoft erneuert seine Patch-Verteilung

23.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat zwei weitere Schritte auf dem Weg zu einer grundsätzlichen Erneuerung seiner Patch-Management-Tools getan, die von kostenloser Software bis hin zu einer vollwertigen, lizenzierten Plattform reichen werden. Zum einen veröffentlichte der Konzern einen Release Candidate seiner "Windows Server Update Services" (WSUS, früher "Windows Update Services").

WSUS oder kurz Update Services ist ein kostenloser Server, den Unternehmen intern aufsetzen können, um Patches von Microsoft herunterzuladen und anschließend an Desktops und Server mit WUS-Client zu verteilen.

Gleichzeitig haben die Redmonder das Beta-Programm für "Microsoft Update" (MU) gestartet, eine öffentliche Web-basierende Site für Patchdownloads, die das bisherige "Windows Update" ablösen wird. Diese deckt neben Windows auch weitere Microsoft-Produkte ab und arbeitet sowohl mit WSUS als auch dem "Automatische-Updates"-Feature von Windows XP zusammen.

Kernfeatures von WSUS als Teil von Microsofts Gesamtstrategie sind eine Client-seitige Engine, die überpüft, welche Patches bereits installiert sind, sowie Katalogtechnik, die verfügbare Patches und Updates auflistet. "Wir haben uns darauf fokussiert, die Downtime und Kosten zu reduzieren, die mit der Verteilung und Einspielung von Patches verbunden sind", erklärte Felicity McGourty, Produkt-Marketing-Direktorin in Microsofts Windows and Enterprise Management Group. Weitere Schwerpunkte der Weiterentwicklung seien die Reduzierung des Arbeitsaufwands sowie von Datenverlusten durch destruktive Malware und Sicherheitslücken.

Sowohl WSUS als auch MU hätten eigentlich im Mai vergangenen Jahres starten sollen, wurden aber seither mehrfach verschoben. Endgültige Versionen sollen noch im ersten Halbjahr 2005 folgen. 30 Tage nach ihrer Veröffentlichung will Microsoft dann auch die Version 2.0 seines Tools "Baseline Security Analyzer" herausbringen, mit dem man die Sicherheit von Rechnern überprüfen kann. (tc)