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Microsoft enttäuscht beim Umsatz

19.07.2000
Knapp 9,5 Milliarden Dollar Jahresgewinn

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat einmal mehr bewiesen, dass sich mit Software gutes Geld verdienen lässt. Der Konzern wies für sein abgeschlossenes viertes Fiskalquartal einen Nettogewinn von 2,41 Milliarden Dollar oder 44 Cent pro Aktie aus und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die laut First Call/Thomson mit 42 Cent je Anteilschein gerechnet hatten. Im Vorjahresquartal hatte der Gewinn 2,2 Milliarden Dollar oder 40 Cent pro Aktie betragen. 650 Millionen Dollar vom Quartalsgewinn stammen nicht aus dem operativen Geschäft, sondern dem umfangreichen Beteiligungsportfolio der Redmonder. Der Umsatz im abgeschlossenen Dreimonatszeitraum belief sich auf 5,8 Milliarden Dollar und lag damit zur Enttäuschung vieler Marktbeobachter kaum über dem Vorjahresniveau (5,76 Milliarden Dollar). Für das nur geringe Plus machte der Hersteller die sinkende PC-Nachfrage und Zurückhaltung von

Unternehmensanwendern bei Windows 2000 verantwortlich.

Der Nettoprofit für das gesamte Geschäftsjahr 1999/2000 summiert sich auf 9,42 Milliarden Dollar oder 1,70 Dollar pro Aktie. Das sind 21 Prozent mehr als im Vorjahr, für das der Hersteller einen Profit von 7,79 Milliarden Dollar oder 1,42 Cent je Anteilschein ausgewiesen hatte. Den Jahresumsatz konnte Microsoft von 19,75 Milliarden Dollar übers Jahr um 16 Prozent auf 22,96 Milliarden Dollar steigern. Rechnen Sie ruhig einmal nach: Von jedem umgesetzten Dollar blieben der Gates-Company unterm Strich 41 Cent Gewinn in der Kasse.