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Microsoft droht Milliarden-Dollar-Klage wegen Diskriminierung

03.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sieben gegenwärtige und ehemalige farbige Mitarbeiter von Microsoft wollen am heutigen Mittwoch Klage gegen den Softwarekonzern wegen Rassendiskriminierung einreichen. Im Namen hunderter geschädigter Afroamerikaner fordern sie Kompensationszahlungen in Höhe von fünf Milliarden Dollar. Die Sammelklage baut auf einer im vergangenen Jahr von Rahn Jackson eingereichten Beschwerde auf, wonach der ehemalige Manager bei Beförderungen mehrfach zugunsten weißer Mitarbeiter übergangen worden sein soll. Die Anwälte der Kläger wiesen darauf hin, dass zum jetzigen Zeitpunkt lediglich 2,6 Prozent der Microsoft-Angestellten und nur 1,6 Prozent der 5155 Führungskräfte schwarz seien. Die Gates-Company hat die Vorwürfe zurückgewiesen, wollte sich jedoch vor Einsicht der Unterlagen nicht näher äußern.

Ein pikantes Detail am Rande: Die Klage soll im U.S. District Court in Washington, D.C., eingereicht und vor Richter Thomas Jackson, der bereits den Vorsitz im Kartellverfahren gegen Microsoft innehatte, verhandelt werden. Diese Situation, erklärten die beiden Parteien, sei rein zufällig.