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Microsoft bastelt an neuer Passport-Version

05.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat Verbesserungen an seinem umstrittenen Online-Authentifizierungsdienst "Passport" in Aussicht gestellt, ohne allerdings ein Release-Datum zu nennen. Die nächste Version werde unter anderem Web-Services-Standards wie WS-Security unterstützen, erklärte Adam Sohn, Produktmanager in Microsofts Platform Strategy Group. Der Softwarekonzern erhofft sich davon eine breitere Akzeptanz im Markt. Gegenwärtig arbeitet Passport unter anderem mit Techniken wie Cookies oder HTTP Redirect. Laut Sohn werden künftig auch die Web Services Description Language (WSDL) und das Simple Object Access Protocol (SOAP) unterstützt.

Zu den Passport-Kritikern zählen insbesondere Unternehmen, die das konkurrierende System der Liberty Alliance fördern wollen. Sie warnen vor der zentralen Speicherung personenbezogener Daten durch Microsoft. Sohn hält dem entgegen, die Menge der vorgehaltenen Informationen sei minimal. Seinen Angaben zufolge existieren derzeit mehr als 200 Millionen Passport-Accounts und zirka 300 Websites, die den Service nutzen. (wh)