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Microsoft ändert Finanz-Reporting und versteckt die schwachen Sparten

18.07.2006
Mit Beginn des Fiskaljahres 2007 am 1. Juli hat der Softwarekonzern seine Geschäftsberichte geändert. Umsatzschwache, wenig rentable Sparten gehen in den großen und etablierten Divisionen auf.

Künftig umfasst Microsofts Geschäftsbericht fünf Sparten statt sieben. Es sind dies: "Client", "Server and Tools", "Online Services Group", "Microsoft Business Division" und "Microsoft Entertainment and Devices".

Die Business Division besteht aus der Geschäftseinheit "Information Worker", deren Office-Produkte im dritten Geschäftsquartal des Fiskaljahres 2006 mit 3,11 Milliarden Dollar zum Umsatz beitrugen. Ihr werden nun auch die ERP- und CRM-Produkte der "Business Solutions" zugeschlagen, die es in diesem Berichtszeitraum auf 214 Millionen Dollar Umsatz brachten. Organisatorisch zusammengelegt wurden beide Produktlinien bereits im September vergangenen Jahres, nun zieht der Konzern beim Reporting nach. Teil der Business Division wurde ferner der Umsatz mit Client Access Licenses (CALs) für Exchange Server. Diese Einnahmen buchte Microsoft bisher auf den Geschäftsbereich Server and Tools.

Der Entertainment and Devices Division, zu der die Xbox-Geschäfte zählen, und die einen Umsatz von einer Milliarde Dollar im dritten Quartal erwirtschaftete, werden die mobilen Geräte (81 Millionen Dollar Umsatz) zugeordnet.