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Micron will zehn Prozent der Belegschaft entlassen

19.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltweit zweitgrößte Speicherchiphersteller Micron Technology plant, zehn Prozent seiner über 18.000 Stellen zu streichen. Es ist die erste Entlassungswelle des Konzerns seit 1985. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Personalabbau quer durch alle Abteilungen vorgenommen werden. Die betroffenen Mitarbeiter will Micron in den nächsten sieben Tagen informieren. Der Konzern beschäftigt zirka 11.000 Menschen an seinem Hauptsitz in Boise, Idaho. Daneben unterhält die Company Niederlassungen in den US-Bundesstaaten Utah und Virginia sowie in Italien, Japan und Singapur. Unternehmenschef Steve Appleton erklärte, die Maßnahmen seien nötig, um die Kosten zu senken, die Produktpalette zu verkleinern und Investitionen in die moderne 0,11-Micron-Technologie zu erlauben.

Das 1978 gegründete Unternehmen hat in den vergangenen beiden Geschäftsjahren Verluste von über 1,5 Milliarden Dollar verbucht, im ersten Fiskalquartal 2003 (Ende: 28.November) belief sich das Nettodefizit auf 316 Millionen Dollar (Computerwoche online berichtete). Langfristig sieht der CEO aber wieder Wachstumschancen für Micron und die gesamte Chipindustrie. Appleton arbeitet seit 15 Monaten ohne Honorar und will erst dann wieder Geld annehmen, wenn seine Company Gewinne ausweist. (mb)