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Metabox-Chef weist Vorwürfe der Anleger zurück

06.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Stefan Domeyer, Vorstandsvorsitzender des vor dem Konkurs stehenden Settop-Boxen-Anbieters Metabox, hat sich in einer Pressemitteilung gegen die Vorwürfe der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) verwahrt. Es sei eine "falsche Behauptung", dass der Vorstand des Hildesheimer Unternehmens trotz geltender Halteverpflichtungen Aktien verkauft und dadurch "Kasse gemacht" habe. Dass dies nicht den Tatsachen entspreche, habe ein Gutachten einer Wirtschaftsgesellschaft gegenüber der Deutschen Börse AG bewiesen. Metabox hat laut Domeyer bereits seit 1999 durch diese Vorwürfe schweren Schaden genommen.

Im vergangenen März hatte die Staatsanwaltschaft aufgrund von Strafanzeigen durch die SdK die Metabox-Geschäftsräume sowie die Wohnungen der Vorstandsmitglieder wegen des Verdachts auf Insiderhandel durchsucht (Computerwoche online berichtete). Domeyer beteuerte erneut, dass es in seinem Unternehmen niemals Insiderhandel gegeben habe und dass keiner der Vorstände gegen seine Halteverpflichtungen verstoßen habe, "nicht einmal nach Ablauf der freiwilligen erweiterten Haltefristen haben die Vorstände die Gelegenheit zum Verkauf von Aktien genutzt."

Der Metabox-Chef wehrt sich in seinem Schreiben zudem vehement gegen das falsche Bild seines Unternehmens in der Öffentlichkeit: "Selbst dem nicht bewanderten Ökonomen dürfte auf Basis dieser Informationen klar sein, dass die Vorstände der Metabox AG nicht dem medienwirksamen Bild von Internet-Millionären entsprechen, einfach mangels der hierfür notwendigen Millionen."