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Merrill-Lynch-Umfrage: Mitte 2003 geht es wieder aufwärts

25.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die US-amerikanische Investment-Bank Merrill Lynch hat die Ergebnisse ihrer aktuellen "Techstrat"-Umfrage unter 100 Chief Information Officers (75 aus den Vereinigten Staaten, 25 aus Europa) veröffentlicht. Die Mehrheit der Teilnehmer (31 Prozent) geht davon aus, dass die Nachfrage nach Informationstechnik im zweiten Quartal kommenden Jahres wieder anzieht. Weitere 18 und 20 Prozent tippen auf das erste beziehungsweise dritte Quartal kommenden Jahres. Merrill Lynch selbst - in personam Steven Milunovich - äußert sich noch eher zurückhaltend und bezweifelt, dass ein nachhaltiger Aufschwung vor dem Jahr 2004 eintritt.

Gefragt, welche Hersteller in nächster Zeit für sie wichtiger oder weniger bedeutend seien, gaben die befragten CIOs vor allem Microsoft, Cisco, Dell und IBM gute Noten. Die schlechtesten Bewertungen mussten SAP, EMC, EDS, Sun Microsystems und HP einstecken. Warm anziehen müssen sich der Befragung im kommenden Jahr sicher noch die Softwareunternehmen - das Herunterhandeln von Wartungsgebühren hat bei den IT-Verantwortlichen eine hohe Priorität und könnte die Gewinn schmälern, schreibt Milunovich.

Als positiv wertet Merrill Lynch die Tatsache, dass das Management inzwischen die Bedeutung von IT-Investitionen als Wettbewertbsvorteil erkannt hat. Ansteigen dürften aber mangels neuer Projekte vor allem die Ausgaben für Systempflege. Last, but not least haben der Umfrage zufolge kommerzielle Unixe weiterhin große Bedeutung in der Unternehmens-DV (gute Nachrichten für Sun mithin). Windows mache in diesem Bereich nur graduelle Fortschritte, und nur wenige CIOs wollen alternativ auf das quelloffene Linux umsteigen. (tc)