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Merrill Lynch nimmt Analysten an die Kandare

11.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die mehr als 850 Analysten der Investment-Bank Merrill Lynch dürfen ab sofort keine Aktien mehr von Unternehmen kaufen, für die sie Bewertungen abgeben. Diese Vorschrift gelte auch für alle Mitglieder der Analystenteams sowie deren Familienangehörige, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dadurch sollen Interessenskonflikte vermieden werden, die Einfluss auf die Aktienbewertungen haben könnten.

Analysten, die vor Inkrafttreten der Vorschrift Beteiligungen an einer entsprechenden Gesellschaft halten, haben drei Möglichkeiten: Sie können die Aktien unabhängig vom derzeitigen Rating entweder sofort verkaufen oder auf ein Kundenkonto übertragen, über das sie keine Kontrolle haben. Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Anteilscheine zu behalten. Allerdings dürfen sie diese nur verkaufen, wenn die mittel- und langfristige Bewertung für den Wert "neutral" oder "lower" lautet.